Ein Krankenhaus für Babys, die niemand will

Im Kinderkrankenhaus Nr. 3 in St. Petersburg (Foto: Diakonisches Werk Hamburg)
Bis vor fünf Jahren gab es keine Stelle in St. Petersburg, die Kinder mit perinatalem HIV-Kontakt aufnehmen wollte – also Babys von HIV-positiven Müttern.
Das 3. Kinderkrankenhaus der Stadt, eine Spezialklinik für Infektionskrankheiten, nahm sich als einzige Institution bereitwillig dieser Kinder an.
Trotzdem konnten Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte diesen Babys nicht die Liebe und Zuwendung geben, die sie in den ersten Jahren dringend gebraucht hätten. Dies hatte schon nach wenigen Monaten schwerwiegende Folgen für die Entwicklung der Kleinen.
Den Mädchen und Jungen wäre der Weg zu einem normalen Leben für immer verwehrt, wenn nicht die russische NGO "Zentrum Innovationen" eingegriffen hätte.
Die Chefärztin des Krankenhauses wollte die Situation der Kinder nicht hinnehmen und suchte Sponsoren, um mit zusätzlichem Pflegepersonal eine individuelle Betreuung der Kinder zu gewährleisten.
|