AIDS bewegt

St. Petersburg

HIV/AIDS in Russland

AIDS ist in Russland eine Zeitbombe.

Das Virus verbreitet sich hier mittlerweile schneller als in Afrika. Und die HIV-Infizierten werde immer jünger: 20 Prozent von ihnen sind Kinder und Jugendliche.

Es gibt zudem viele Kinder, die von ihren infizierten, oft auch drogenabhängigen Müttern gleich nach der Geburt verlassen werden. So ist das auch in St. Petersburg.

Ein Krankenhaus für Babys, die niemand will

Im Kinderkrankenhaus Nr. 3 in St. Petersburg (Foto: Diakonisches Werk Hamburg)
Im Kinderkrankenhaus Nr. 3 in St. Petersburg (Foto: Diakonisches Werk Hamburg)

Bis vor fünf Jahren gab es keine Stelle in St. Petersburg, die Kinder mit perinatalem HIV-Kontakt aufnehmen wollte – also Babys von HIV-positiven Müttern.

Das 3. Kinderkrankenhaus der Stadt, eine Spezialklinik für Infektionskrankheiten, nahm sich als einzige Institution bereitwillig dieser Kinder an.

Trotzdem konnten Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte diesen Babys nicht die Liebe und Zuwendung geben, die sie in den ersten Jahren dringend gebraucht hätten. Dies hatte schon nach wenigen Monaten schwerwiegende Folgen für die Entwicklung der Kleinen.

Den Mädchen und Jungen wäre der Weg zu einem normalen Leben für immer verwehrt, wenn nicht die russische NGO "Zentrum Innovationen" eingegriffen hätte.

Die Chefärztin des Krankenhauses wollte die Situation der Kinder nicht hinnehmen und suchte Sponsoren, um mit zusätzlichem Pflegepersonal eine individuelle Betreuung der Kinder zu gewährleisten.

Hoffnung für Kinder

Seit fünf Jahren gibt es dank dieser Initiative im Kinderkrankenhaus Nr. 3 eine Station für Kinder, deren Mütter AIDS haben. Manche Kinder sind auch selbst HIV-infiziert oder krank.

  • Die Neugeborenen und Kleinkinder werden hier nicht nur ernährt, gewickelt und medizinisch versorgt, sondern sie bekommen auch, was zum Leben mindestens genauso wichtig ist:
  • Liebe, Wärme, Zuneigung, individuelle Betreuung und Förderung.

Projektträger: Diakonisches Werk Hamburg

Das "Zentrum Innovationen" bat das Diakonische Werk Hamburg im Jahr 2003 um finanzielle Unterstützung. Seither fördert die Diakonie dieses Projekt.

Dank der Gelder aus Deutschland konnten weitere Erzieherinnen eingestellt werden. Sie singen und spielen mit den Kindern, gehen mit ihnen spazieren und unterstützen die Krankenschwestern bei der täglichen Pflege.

Außerdem konnten zusätzliche Untersuchungen und Tests mit den Kleinkindern gemacht werden, und die ganze Station wurde renoviert. Mittlerweile sind alle Wände gestrichen, es gibt große Spielzimmer in freundlicher Atmosphäre.

Ohne Spenden aus dem Ausland ist diese Hilfe für AIDS-infizierte Kinder in St. Petersburg kaum zu finanzieren.

Die Kampagne AIDS bewegt trägt dazu bei, das die Arbeit im Kinderkrankenhaus 3 weitergehen kann.

Grusswort

Bischofskollegium der Nordelbischen Kirche
> lesen

Pressemeldung

29.10.2009: Hamburger Kongress zur Zukunft der HIV/AIDS-Prävention
> lesen
> alle Pressemitteilungen

Die Paten – Gemeinsam gegen AIDS

"Die Paten" - eine Initiative, die Hamburger Gruppen, Initiativen und Vereine unterstützt.


> lesen

Aktuelle HIV /AIDS-Eckdaten

UN-AIDS: Report 2008
> lesen

Nordelbischer Webring

Nordelbischer Webring